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21. 07. – 28. 07. 2007    5. Sommerferienwoche

                              Liebe Ferienkinder und super tolle Betreuerinnen!

Halli, hallo da bin ich schon wieder. Was war das für eine tolle Woche, ich bin noch ganz begeistert von den vielen netten Ferienkindern und Betreuerinnen.

Am Samstagmorgen ging es ja gleich los mit unseren beiden schon erwähnten Überraschungen: Mikado und Hidalgo kamen an!

Also Mikado ist 8 Jahre alt und sieht aus wie ein Hengst. Ein Schecke, 1,42 m groß und ein richtiger Angeber. Eben wie ein Hengst, dabei aber ganz lieb im Umgang und sehr nett zu reiten. Frederieke bekam ihn gleich zusammen mit Honeymoon aufs Auge gedrückt. Aber leider dauerte das Glück nicht lange und dann fing er an zu lahmen. Nun hoffen wir alle, dass es nur eine kurzfristige Erkrankung ist und Mikado schnell wieder gesund wird.

Hidalgo ist 4 Jahre alt und ihr müsst euch Obelix in groß vorstellen. Er kann zwar noch nicht viel, wurde vor drei Monaten angeritten. Aber er ist dabei sehr lieb. Jill reitet und übt fleißig mit ihm. Ich denke er wird ein richtig tolles Pony für unseren Reiterhof.

Wir haben zur Zeit einen optimalen Pony- und Pferdebestand. Natürlich höre ich manchmal von den großen Ferienkindern, dass ich mehr Großpferde kaufen sollte. Aber das ist für uns der falsche Weg. Unsere meisten Kinder sind zwischen 8 und 14 Jahren alt, maximal 1,70 groß und wiegen höchstens 50 kg. Da ist ein G-Pony aus reiterlicher Sicht am besten geeignet und für die wenigen sehr großen und schweren Kinder haben wir genug Pferde. Wir sind ein Kinderreiterhof und kein Erwachsenenreiterhof, das dürft ihr dabei nicht vergessen. Aber nun weiter mit unserem Wochenbericht.

Dann ging die Anreise wieder los. Sehr entspannt für mich, weil nicht alle auf einmal kamen, sondern gut verteilt. Um 17.00 Uhr waren alle da und wir stopften uns den Bauch mit Kuchen voll. Diese Woche hatten wir sehr viele Kinder, die sehr gut ritten. Das freute mich sehr, somit konnten viele Ponys Korrektur geritten werden, die sonst immer nur unter den Anfängern laufen. Wir hatten auch keine Reitanfänger und somit waren die Kinder aus Gruppe 1 ganz empört, dass sie mit 2-3 Jahren Reiterfahrung dort reiten sollten. Aber nach einer ausführlichen Erklärung, hatten sie es hoffentlich alle verstanden, oder?! Aber hier das ganze noch mal schriftlich. In einer anderen Woche wäre diese Gruppe 1 eine Gruppe 3 gewesen!!!

Nach ausführlicher Lederpflege wurde gegessen und danach hatten alle Kinder Freizeit, bis ich um 21.45 meine Schlafensrunde machte. Ihr werdet es nicht glauben: Alle lagen in ihren Betten. Toll! Vielen Dank!

Der Sonntag kam und Vivien hatte Geburtstag. Sie wurde 15 und ich freue mich schon darauf, wenn sie 16 wird und dann vielleicht zu uns als Betreuerin kommt. Danach fand das Sichtungsreiten statt und fast alles klappte prima. Ein wenig wurde getauscht, hier ein neues Pony, dort eine neue Gruppe. Aber alles war schnell geregelt. Es ist auch so, dass ich es bei einer Gruppe sofort sehe, wenn einer dort nicht hingehört. Da brauche ich keine 5 Minuten für und ich weiß Bescheid. Das wundert so manches Ferienkind, aber das ist nun mal jahrzehntelange Reiterfahrung und das schult das Auge über Jahre hinweg. Am Sonntagnachmittag konnten alle Gruppen wählen zwischen Unterricht und Freireiten und die Gruppen 5, 6, 7 und 8 durften auch schon ins Gelände reiten. Ja, dieses Mal hatten es die Ponys wirklich richtig klasse mit so vielen gut reitenden Kindern. Am Abend veranstalteten Nadine, Anki und Inga die Ballspiele und alle die dabei waren hatten eine Menge Spaß. Und ihr werdet es nicht glauben um 21.45 Uhr lagen wieder alle im Bett. Für mich ist das immer ganz wichtig; denn dann kann ich gucken, ob alle da sind und es ihnen gut geht und im Anschluss selber beruhigt schlafen gehen.

Der Montag erstrahlte im Sonnenschein und heute standen die mounted games auf dem Programm. Die Beteiligung war riesig. 3 Gruppen nahmen unter der Leitung von Nadinschen und Inga teil und hatten eine Menge Spaß. Aber dieses Spiel will auch gelernt sein. Man kann nicht mal so eben mounted games spielen, dass geht daneben. Man muss dafür die Grundlagen erst einmal lernen und beherrschen, bevor es dann richtig losgehen kann. Aber dann bringt es natürlich eine Menge Spaß. Grundvoraussetzung ist, dass der Reiter sehr sportlich und trainiert ist um da mithalten zu können.

Alleine das Aufspringen auf das Pony stellt für viele Kinder die erste große Hürde da. Aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Am Nachmittag konnten alle Kinder, bis auf Gruppe 1, ins Gelände reiten. Da war ordentlich was los. Alle kamen heil wieder zu hause an und viele von ihnen waren von oben bis unten mit Schlamm bespritzt. Das sah vielleicht lustig aus.

Am Dienstagmorgen weckte uns strömender Regen, welcher sich aber mit Reitbeginn verflüchtigte. Es war zwar bewölkt, aber trocken. Heute durfte auch die Gruppe eins ins Gelände reiten und alle kamen heil, aber ziemlich voll gematscht wieder zu hause an. Als Gesichtsschutz hatten sich viele Kinder Riesenblätter auf die Augen geklappt, als Schlammschutz. Hatte das wirklich gewirkt? Aber witzig war es alle mal.

Mittwoch hatten wir den ganzen Tag Sonnenschein und somit konnten die Plätze wieder abtrocknen. Aber ich kaufte erst mal nach diesem vielen Schlamm eine Waschmaschine für den Putzstall. Jetzt können wir jederzeit die Satteldecken, Handtücher und Gurtschoner waschen können. Es wird auf dem Strohboden eine große Leine gespannt und da können die Sachen über Nacht optimal trocknen und ich habe den ganzen Schmutz aus dem Haus verbannt.

Donnerstag wurde der Kiosk neu bestückt und die Kinderaugen erstrahlten. Besonders die von Alana, als sie die vielen Chipsdosen erblickte. Aber da geht auch eine Menge Schleckerkram weg. Ich könnte fast jede Woche alles neu kaufen. Unsere jungen Ponys Honeymoon, Anton und Hidalgo haben in diesen paar Tagen mit ihren sehr gut reitenden Kindern sehr viel gelernt. Sie werden jetzt noch ca. vier Wochen geritten und dann gehen sie zur Entspannung auf die Koppel bis zum Oktober. Das wird ihnen gut tun, obwohl ich immer finde, dass sie es sehr genießen mit den anderen Ponys zusammen geritten zu werden. Ja, sie sind eben Herdentiere und möchten sich sehr gerne untereinander mitteilen.

Am Nachmittag sorgte Spice Girl dann für viel Aufregung im Gelände; denn sie setzte ihre Reiterin samt Trense im Weizenfeld ab. Gottlob war nicht mehr passiert, nur Spicy fand es super so frei in der Gegend herumzulaufen. Wer sie kennt, weiß auch, dass wir gar keine Chance hatten sie einzufangen. Aber Anki mit ihren goldenen Fingern schaffte es, ihr einen Ausbinder um den Hals zu legen und so kamen alle wieder heil zu hause an. Super Anki!

Am Abend fand der Putzwettbewerb statt mit einer großen Beteiligung. Die Ponys sahen einfach spitzenmäßig aus und die Jury bestehend aus Anki und Isabel hatten es sehr schwer die Gewinner zu ermitteln. Aber am Ende standen sie fest. Bei den „Kleinen“ gewann Laura mit ihrem Speedy, bei den „Mittleren“ Verena (kleine Schwester von Vivien) mit Mamma Mia und bei den „Großen“ Rebecca mit Tapsie. Herzlichen Glückwunsch ihr Drei. Aber da war doch noch was, nämlich der Kreativpreis wurde diese Woche auch vergeben und zwar an Justine mit Tiffy. Tiffy war zwar nicht so super toll geputzt, aber so etwas von ideenreich verziert, dass war uns schon einen Extrapreis wert.

Am Freitag morgen hatten wir eine „megagroße“ Prüfung für das große Hufeisen. Josephine und Alana hatten sehr viel geübt und bestanden natürlich. Herzlichen Glückwunsch!!! Spitze! Beim Mittagessen wurde das schmutzigste Zimmer verraten. Es waren??? Das Princess– und Camarazimmer. Seit wir die „Strafarbeit“ für das schmutzigste Zimmer am Freitagmittag eingeführt haben, ist es fast schon schwierig ein unordentliches Zimmer zu finden. Auf einmal geht das Aufräumen fast wie von selbst. Ist das nicht komisch? Da habe ich 13 Jahre geredet und nichts passierte. Aber die „Strafarbeit“ regelt alles Wortlos.

Am Nachmittag fand dann unter der Leitung von Inga und Nadinschen das Mounted Games Turnier statt. Viele machten mit und hatten eine Menge Spaß.

Ja und dann war es wieder soweit, der Bunte Abend mit der Grill- und Discoparty nahte. Alle machten sich hübsch, der Reiterhof wurde in einen berauschenden Duft verwandelt und es wurde ordentlich gefeiert. Aber um Mitternacht mussten alle ins Körbchen/Bettchen und schliefen durch bis morgens früh um 7:30 bis ich sie alle wieder weckte.

Es war eine sooo schöne Woche, wobei ich mich noch einmal ganz, ganz herzlich bei meinen sooooo tollen Betreuerinnen bedanken möchte. Ihr habt das so klasse gemacht, obwohl das Wetter Höchstleistungen von euch abverlangte. Ich weiß gar nicht, wer euch noch topen kann. Vielen, vielen Dank an Nadinschen, Merle S., Merle W., Jeaninne, Michi, Talitha, Isabel, Inga, Anki und Julia. Ein super Team!!!!

Bis bald, Eure Marty Clausen