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Wochenbericht 24-31.7

 

Samstag

 

Einige kamen zu früh, andere zu spät, doch am Ende kamen alle heile auf dem Reiterhof an. Natürlich gab es auch Nachzügler beim Essen, die zuerst (besonders von den Hunden) als Feinde betrachtet wurden. Jedoch bald hatten sich die ersten Freundschaften gebildet, und es konnte „freudig“ mit der Sattelpflege begonnen werden. Neue und saubere Satteldecken wurden rausgesucht und passende Ausbinder wurden am Sattel befestigt. Auch Maxi war wieder mit vollem Elan am Start während er eines der Ferienkinder attackierte. Doch zur beruihgung; keiner wurde verletzt. Zum bedauern aller Ferienkinder (und Betreuerinnen) gab es am ersten Tag kein Schoki-Kuchen. Alle waren überrascht als sich herausstellte dass das Waikiki Zimmer von den Jüngeren Reiterinnen eingenommen wurde, und das Cindy Zimmer für die größeren herhalten musste. Die Nacht war lang, jedoch am Ende siegte die Müdigkeit.

 

Sonntag

 

Nachdem alle müde zum Frühstück taumelten, begann die Aufregung auf das Vorreiten. Das Frühstück mundete allen natürlich so gut wie immer. Die Glocke erläutete zum Ponys holen, und Maxi schoss in Richtung Wallach-Koppel. Das Vorreiten verlief für die meisten gut, doch nicht alle waren vollständig zufrieden, und somit wurden ein paar Gruppen und Ponys getauscht. Nach dem zweiten Reiten war klar, „Mit Anton kann es so nicht weitergehen.“ Seine tapfere Reiterin (Jana) ertrug die furchtbaren Schmerzen die ihr beim Zusammenprall mit dem Zaun auf Reitplatz 1 zugefügt wurden mit Fassung, und wechselte danach auf Mitch. Aus den beiden wurde schnell ein Dream-Team. Smartie das neue Pony (das kurzerhand zu schmartie umbenannt wurde) lief super unter ihrer neuen Reiterin Sina. Am Ende des Tages schaute das Cindy Zimmer noch gemütlich ein paar Folgen Ghost Whisperer, und dann fielen auch alle Schlingellichse müde ins Bett, doch nicht bevor Emma noch ihre Erzählkünste unter Beweis stellen konnte.

 

Montag

 

Es klingelte Früh (bzw. Spät) im Cindy Zimmer der Wecker (Sarah – „Möp-Möp)  und manche (Celina) fielen aus den Betten. Nach diesem Holprigen Start, wurde ordentlich geritten, und nach dem Mittagessen ging’s heiter weiter Richtung Trampolin. Wie erwartet geschah auch hier ein Missgeschick. Ein paar Ferienkinder (ihr wisst wohl welche) gönnten sich ihren Spaß indem sie mal eben von dem Trampolin katapultiert wurden. Jedoch hielt sich trotz alldem, jeder an die Regel die besagt „Springe niemals mit mehr als zwei Leuten auf dem Trampolin!“ Danach wurden ordentlich Perlen gesammelt, da Isis Armband den Geist aufgegeben hatte („oh... – Eine Perle!“) Dann ging es zum nudeligen Mittagsessen. Nachdem Leni mit hilfe der Betreuerinnen Lottchen gezähmt hatte, ging es zum zweiten reiten. Lena bewies sich als besonders begabt im Rückwärts gehen mit Findus, und stieß des Öfteren auf Gameboy (Gammel-boy). Als der tag sich dem Ende neigte, erhielten wir nicht so überraschenden Besuch von Nina, und mussten uns alle mehrmals vorstellen. Als alle es sich schon gemütlich gemacht hatten, überraschte Sarah Leni und Lara damit, dass ihre Haare leicht schimmelig sein könnten, da sie ihre Handtücher nach dem Duschen auf dem Kopf behalten hatten. Das war natürlich der Schock des Tages, und Leni und Lara drehten völlig durch. Ihre Haare waren noch okay, aber danach war der Tag auch schon so ziemlich gelaufen, da alle sehr müde waren.

 

Dienstag

 

Der Tag startete mit gutem Wetter und lieben Ponys aber leider waren alle viel zu müde um es zu schätzen. Das Wetter sollte sich nämlich bald verändern. Die neu eingeführte Mülltrennungstaktik verlief in der Theorie besser als in der Praxis. Schon morgens beim Frühstück entdeckte Frau Clausen den ersten Patzer. In den Papiermüll hatte sich doch tatsächlich ein Fruchtzwergbecherchen eingeschlichen. Etwas überraschend, denn Frau Clausen zufolge seien wir ja heutzutage von unseren Schulen umweltbewusst erzogen worden. Das erste und auch das zweite Reiten verliefen bestens. Alle Kinder waren froh und munter, doch abends spürte man die Müdigkeit im Cindy Zimmer besonders. Im Müdigkeitswahn wurden Sätze wie diese gebildet:

 

„Ich hasse Poren!! Warum muss es die geben???“ (Leni)

„Mit Poren bist du geboren!“ (Sarah)

oder

„HOL DEN HAMMER!“(Sina)

„Warum?“ (Celina)

„EINE FLIEGE!“ (Sina)

 

Die Sätze machten alle so fertig dass jeder Steffi ins Land der Träume folgen wollte. Leider ein wenig erfolgloser als geplant, denn es waren trotz der „Hammer-Aktion“ noch viele Fliegen am Leben. Diese machten sich auch bemerkbar indem sie sich auf Lenis und Sinas Gesichter setzten und sie somit des Öfteren weckten.

 

Mittwoch

 

Nach der etwas nicht so ruhigen Nacht wachten letztendlich doch noch alle auf. Nachdem Frau Clausen beim Frühstück erwähnte dass die Regenwahrscheinlichkeit von 50 zu 90% stieg, entschieden sich doch noch ein paar spät-reiter zum Ausreiten um, denn sie wollten den schönen Teil des Tages ausnutzen. Das reiten fanden alle schön, außer Jana die leider im Gelände von Ronja getreten wurde. Sie wurde verarztet, und dann gab es auch schon bald Mittagessen. Alle aßen sich voll, aber trotzdem entstand abends nach dem Abendessen noch ein kleines hüngerchen, und es wurde sich noch ins Aufi „geschlichen“ und ein bisschen Müsli genascht. Dies würde uns später jedoch zum Verhängnis werden...

Es wurde noch bei einer Folge von Ghost Whisperer ordentlich geheult, und dann konnten alle seelenruhig schlafen.

 

Donnerstag

 

Der Tag startete Sonnig, und trotz der regnerischen Vorwarnung von Frau Clausen am vorherigen Tag wurden manche Kinder übermütig und hingen ihre Handtücher auf der Wäschespinne zum trocknen auf. Das erste Reiten verlief fröhlich und trocken. Schnell wendete sich das Blatt der Fröhlichkeiten beim Mittagessen, als Frau Clausen erwähnte; „In letzter Zeit muss ich immer so viele Cerialien kaufen. Woran liegt das wohl?“ Alle verstummten und manche liefen rot an. Frau Clausen fuhr fort. „Cerialien sind nur zum essen bei unseren vier festen Mahlzeiten da. Wer hat denn gestern die Cerialien-party gemacht? Und wer hat sich im Kühlschrank mit Milch bedient?“ Langsam meldeten sich ein paar Kinder schuldig, und Frau Clausen redete weiter „Ihr besorgt euch doch wenn ihr woanders schlaft auch nicht einfach Milch und Cerialien aus dem Kühlschrank!?“ Keiner antwortete. So wurde das Gespräch beendet. Als die Ausreiter aus Gruppe 8 losgeritten waren, fing Lara auch schon an zu singen, und brach alle mit „All together now – WE ARE LOOKING FOR FREEDOM!“ an zu singen. Ab diesem Zeitpunkt war sie für alle nur noch David Hasselhoff. In der Mitte des Ausritts fing es doch endlich an zu regnen. Manche freuten sich, und andere wollten zurück. Natürlich waren auch die Handtücher nun pitschnass geworden. Als wir zurück beim Hof waren, zogen sich viele die Regenjacken an und gingen in den Putzstall, und andere (Leni und Lara) legten sich mal eben zum Spaß in den regen. Wie war das noch? „So was macht man auch nur auf Mariental und mit Leni!“

Abends wurde nur eine begrenzte Zahl von Cerialien verspeist, und danach fand der Putzwettbewerb statt. Es gab Candy-Horses (Herzchen), Smartie-Ponys (Smartie) und viele mehr. Alles in einem war der Tag schön, und später fielen alle müde in die Betten, schließlich wollten alle den morgigen Tag genießen können.

 

Freitag

 

Auch Ernie und Bert (Jana und Leni) starteten den Tag fröhlich. Als schon beim Frühstück die Bert – Mucke erkannt wurde (Hotelroomservice – Pitbull) tanzten alle fröhlich zum ersten Reiten. Es nieselte anfangs noch leicht, aber das legte sich auch bald. Heute war es wie immer an einem Freitag (zumindest für die spät-reiter) ziemlich stressig. Gleich nach dem ersten reiten gab es Mittagsessen (Cheeseburgersuppe) und dann eine halbe Stunde später ging es gleich wieder los zum Pony holen, doch nicht bevor das Waikiki Zimmer den Hofplatz fegen musste. Überraschenderweise hatte das Cindy Zimmer alles halbwegs „ordentlich“ gehalten. Die meisten ritten aus, und es war ziemlich voll im Gelände, da es ja das letzte Reiten war. Danach gab es Kuchen, und dann wurden ordentlich die Dienste gemacht. Einige fingen dann schon gleich an zu Duschen, und komischer Weise brauchten alle aus dem Cindy Zimmer ungefähr zwei Stunden zum fertig machen für den Bunten Abend... warum wohl? Der Bunte Abend war wirklich Klasse. Fast jedes Zimmer hatte etwas vorbereitet, und die Betreuer wurden wie immer ordentlich eingesetzt. Am Ende als keinem mehr was einfiel wurde noch im Disco Raum getanzt, doch als der CD player kaputt ging und manche anfingen Limbo zu spielen entschied sich das Cindy Zimmer wieder zurück aufs Zimmer zu gehen. Sie nahmen sich eine CD mit und hörten noch ein bisschen Bert – Mucke. Danach fielen alle in die Betten... oder doch nicht??

 

Samstag

 

Samstag – der Tag des Grauens. Wie es auf Mariental meistens so ist, war die Woche schon wieder viel zu schnell umgegangen. Morgens aßen alle Frühstück, und dann ging es hoch zum Koffer packen und klar Schiff im Zimmer machen. Als alle Koffer draußen auf dem Hof standen, gingen ein paar Kinder noch mit ihren Eltern, manche auch mit Betreuerinnen auf die Koppel, und sagten ihren Ponys auf Wiedersehen. Hier fielen schon die ersten Tränen. (Ein wunder das sich bis dahin alle so wacker geschlagen hatten – sonst fingen doch Freitag schon alle an zu heulen...!?) An dieser Stelle ist es glaube ich noch mal angebracht allen Betreuern herzlich zu danken, besonders Caro die sich diese Woche außerordentlich gut benommen hat. Natürlich auch ein Dankeschön an Frau Clausen, die uns in dieser Woche viel ermöglicht hat, und auch wenn es teilweise an ein paar Cerialien fehlte, danken wir doch alle Svenja die das wunderbare Essen zubereitet hat. Viele Kinder wurden schon früh abgeholt, und da war die Stimmung kaum zu ertragen. Jeder weinte so extrem dolle, das es schwer war „Tschüss, bis zum nächsten Mal“ zu sagen. Denn es war klar, nach einer so tollen Woche, würde es ein nächstes Mal geben.