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                                         Wochenendbericht 30.5.-1.6. 2008

Bei strahlendem Sonnenschein und keiner einzigen Wolke reisten ungefähr 30 Kinder auf dem Reiterhof Mariental an, zehn von ihnen mit ihren Betreuerinnen Angie und Andrea, von der Jugendgruppe Tegelsbarg. Die meisten waren pünktlich da, und schon bald konnte es mit der Besprechung losgehen. Da es auch viele Kinder gab, die schon einmal da gewesen waren, ging diese schnell vorüber und die Ponybesichtigung stand an. Viele waren schon ganz begeistert von ihnen, bevor sie überhaupt geritten waren, dass konnte ja nur unter einem guten Stern stehen. Auch bei der Sattelpflege hatten wir viel Glück, denn bis auf ein paar wenige Gurtschoner und Pads war fast alles vollständig. Hätte auch ein Problem gegeben wenn nicht, denn mir fällt gerade ein das der Corlanda-Schrank spurlos verschwunden war...Merle und Ich waren allerdings sehr erfreut, als wir auf der Suche nach Ihm eine Wippe in der Werkstatt gefunden haben...wenn schon keine Seilbahn ....

Nach dem Abendessen öffnete dann zum allerersten Mal der neue Kiosk. Die Kinder konnten sich an dem „Einkaufsparadies“ gar nicht satt sehen, und so hielten sich auch gerne viele dort auf, die gar nichts kaufen wollten. Denn man muss dazu sagen, es sind jetzt zwei sehr komfortable Bänke vorhanden, die fast zur nächtlichen Pyjamaparty im Kiosk einluden.

Dort wo der Kiosk vorher war, stehen jetzt die Cornflakes, während darunter ganz speziell ein Bett für Sandra entstanden ist, die sich jedes Mal gefreut hat wenn jemand den Vorhang zur Seite nahm und fragte: „Früh oder spät?“. Sollten also bald mehr Ferienkinder als sonst anreisen, hat sich Sandra schon bereit erklärt dort zu nächtigen, sollte im Caretina Zimmer kein Platz mehr sein. Ist ja eigentlich eh bequemer als eine Matratze...Nun ja, mal sehen ob das irgendwann Realität wird, denn im Aufenthaltsraum wurden schon eine Menge neuer Sitzmöglichkeiten geschaffen, die unteren zwei Tische wurden mit einem weitern verbunden, daraus wurde als auch eine Art U, und die oberen wurden bis zu den Säulen erweitert. Viel Platz für Joana zum Tisch decken würde ich sagen...

Um 21:45 lagen dann alle mehr oder weniger rechtzeitig in ihren Betten, und nachdem die Betreuerin Merle dies kontrolliert hatte, konnte auch sie endlich anfangen ihren Racker zu reiten.

Es gibt ein neues Pony auf dem Hof, eine 6-jährige Stute, sie ist ein Deutsches Reitpony aber wurde von mindestens 10 Kindern fälschlicherweise als Haflinger bezeichnet. Und das, wo sie doch so schlank ist! Frau Clausen ist mittlerweile zum Kelly Family – Fan mutiert, denn der Haflinger sollte von nun an Joey heißen, und demnächst trifft auch noch ein Paddy auf Mariental ein. Da sind wir natürlich alle ganz gespannt...Joey machte sich auf jeden Fall sehr gut, während sie mit Betreuerin Nina vor dem Reiten noch munter über den Hof hüpfte, war sie beim Reiten ein Engel, und entpuppte sich am nächsten Tag bei Friederike als wahres Springtalent. Mit ein bisschen Erziehung wird sie sicher schon bald ein ganz tolles Pony für die Ferienkinder werden!

Der nächste Tag war wie erwartet wieder sehr sonnig, und nun ging es ans Reiten. Fast alle kamen gut mit ihren Ponys zurecht, nur wenige mussten noch einmal tauschen, und auch die Gruppeneinteilung brachte keine weinenden Kinder. Nur das Führen muss die Gruppe 1 noch üben, denn die Betreuerinnen können zwar vieles, aber 5 Ponys auf einmal ist dann doch zu viel!

Gleich am Nachmittag konnte schon die erste Gruppe ins Gelände starten, und alle hatten sehr viel Spaß, vor allem Betreuerpony Gigolo, der beschlossen hatte, den Rest der Gruppe im Stich zu lassen, nachdem er sich zumindest von einem der Zügel befreit hatte. Dies war sehr zur Belustigung der Gruppe 4, aber danach gab es keine weiteren Vorfälle und der Zügel konnte Zuhause einfach ausgetauscht werden. Geschockte Gesichter gab es übrigens erst, als wir bei der Wallachkoppel vorbeiritten. Komplett gerodet, das einzige was blieb ist der wunderschöne Badesee in der Mitte. Kein Wunder, so wird doch auf der Wallachkoppel ein Reiterhof für Senioren entstehen. Schon bildlich vor Augen hatten wir das Schloss mit seinen Türmchen an jeder Ecke und den Wellnessbereich, der in den Badesee mündet. Dieser wird dann allerdings, für noch mehr Luxus, eine Thermalquelle, sodass man auch im Winter schwimmen kann. Besonders Sandra sieht das Beautyschloss als sinnvolle Investition, und freut sich, dort nun bald als Bademeisterin arbeiten zu können, ist sie doch für den Ponyhof bald wirklich zu alt.

Zurück in der Realität veranstalteten Jule und Vivi, unsere Fast-Betreuerin, abends die Ponyspiele, und alle waren mit großer Begeisterung dabei, wir konnten die jubelnden Kinder bis zur Hauskoppel (die seit neuestem auch einfach nur Wiese heißt) hören. Da ja am Wochenende keine Abzeichen gemacht werden können, beschlossen die Betreuerinnen Miri und Nina wenigstens schon einmal am Abend für ihr im Sommer anstehendes zu üben, mit großem Erfolg, denn wir schafften es sogar Jule beizubringen, wie man so auf anderen Höfen springen lernt. An alle Kinder denen wir es (natürlich ohne zu springen) demonstriert haben, bitte NICHT nachmachen, denn mit durchhängenden Zügeln, Händen konstant in der Mähne und niedrigem Grundtempo zu springen, sieht nicht schön aus und ist zusätzlich auch nicht sehr sicher!

Aber da sich am Sonntag alle aus Gruppe 3+4 dazu entschieden, einmal am Tag Springunterricht zu reiten, konnten wir gleich erklären wies richtig geht, und siehe da, alle haben es super gemacht! Runtergefallen ist dabei keiner, na ja, nicht so richtig zumindest, das kleine Schnüpperle hat am Morgen gleich zweimal versucht sich mit seiner Reiterin zu wälzen, beim ersten Mal ließ es sich gerade noch verhindern, beim zweiten Mal war wenigstens der Sattel schon runter. Ein kleiner Frechdachs ist das, aber wirklich süß und ein Neuzugang an dem sich die Betreuerinnen immer noch nicht satt sehen können!

Nachdem nachmittags auch die letzten von den Reitplätzen und aus dem Gelände zurückgekehrt waren, wurden die Ponys dann zur Wiese gebracht, und auch wenn ein paar Kinder sehr traurig waren, sich verabschieden zu müssen, vereinbarten viele doch ein Wiedersehen. Nun hieß es Dienste machen, Kuchen essen und Koffer packen, und dann verließen viele auch schon den Reiterhof. Wir können nur sagen, es hat uns sehr viel Spaß mit euch gemacht, und hoffen, viele von euch mal wieder zu sehen! Vielleicht am Gratis-Luftballontag?!