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2. Osterwoche auf dem Reiterhof Mariental vom 04.4. - 11.4. 2009 Liebe Ferienkinder und liebe Betreuerinnen! Eine super schöne Woche liegt hinter uns. Alles war so toll, dass ich ganz wehmütig daran zurück denke. Aber lest selber, was die beiden Betreuerinnen Ella und Judith zu berichten haben! „Hey, das geht ab! Wir feiern die ganze Nacht.“ Diese Woche wurden die Ferienkinder, ob nun groß oder klein, zu richtigen „Atzen“ erzogen. Zu jeder Essenszeit wurde lauthals „Das geht ab“ mitgegrölt, bis auch die Letzte nicht mehr still sein konnte. Es ging sogar so weit, dass die Kleinsten der Kleinen in den Reitstunden nur noch den Refrain vor sich hin sangen und sich gar nicht mehr wirklich auf den Unterricht konzentrieren wollten. Eine richtige Partytruppe, die schließlich aus ganz vielen Ferienkindern bestand und 10 Betreuerinnen, die mit Abstand die aufgedrehtesten und lustigsten aller Zeiten waren. Das Haus voller Ferienkinder bedeutete aber nicht nur Spaß ohne Ende, sondern auch einen enormen Geräuschpegel, den so manche Betreuerin fast in den Wahnsinn trieb. Beispielsweise beim Abendbrot. Es verstand niemand irgendein Wort, nicht mal das eigene. Kein Wunder, dass es die größten Schwierigkeiten gab, die Teller richtig zu stapeln, oder die Gläser, oder das Besteck in eine Richtung zu legen, wenn man die Anweisungen der Betreuerinnen nicht hören konnte. Auch überlautes Schreien von Lisa oder von mir brachte ungefähr gar nichts. Auch Martys läuten der Glocke scheiterte ebenfalls kläglich. Aber die Stimmung war so einzigartig, dass es am Ende auch nicht wirklich störte, wie die Gabeln, Messer und Teller zur Geschirrspülmaschine gelangten. Wenn dann alle die Ponystube verlassen hatten, räumte der Tischdienst brav die Sachen weg. Zumindest so mehr oder weniger. Die meisten verstanden darunter einfach einen Stapel Teller mit nach vorne zu nehmen und dann ganz heimlich zu verschwinden. Darunter hatten dann jene zu leiden, die ihren Job gut machen wollten und blieben, bis alles von den Tischen abgeräumt war. Danke an diese, ihr ward eine große Hilfe. An die Drückeberger: nächstes Mal schließen wir die Tür ab und dann gibt es wieder RV! Schade, dass Marty das abgeschafft hat. Aber die Umfrage im Marientalforum war eindeutig gegen RV!!! Ein anderes Problem mit unseren Liebsten tat sich im Laufe der Woche auf. Die Duschen blieben trocken und die Haarbürsten ganz unten in den Kulturbeuteln. Das war ein absolutes „no go“ für uns Betreuerinnen, so verpassten wir so manchen Mädels einen netten Zopf inklusive Haare kämmen und einer ordentlichen warmen Dusche mit Haare waschen. Dabei blieb es dann aber auch, denn es gab absolut keine weiteren Probleme mit den Kindern. Sie waren alle ausgesprochen respektvoll und freundlich. Es hatte allen viel Spaß gemacht sie zu unterrichten, denn harmonischer hätte es nicht zwischen den vielen Kindern ablaufen können... Dennoch gab es ein „Kind“, welches die Kompetenz aller Betreuerinnen in Frage stellte. Sie konnte so gar nicht akzeptieren, dass die Betreuerinnen einfach fachlich kompetenter und reiterfahrener waren als sie. Nicht zu vergessen, dass in ihren Augen die Ferienkinder sowieso keine Ahnung hatten. Wer etwas gegen sie sagte, wurde gnadenlos mit Pferdefragen bombardiert und wer darauf keine Antwort hatte, der war einfach nur dumm oder dämlich. So trennten sich die Wege nach drei Tagen wieder ziemlich schnell, nach dem sie nach fünf Stunden Aufenthalt im Golfcafe wieder zum Hof zurück kehrte, ihre Sachen packte mit der Silbereisen CD im Gepäck und wütendem Gemecker abzog. Um Jule zu zitieren: „Schade!“ Ein weiterer Schock verpasste uns My Love. Balou jagte sie über den gesamten Reitplatz 1 und durch den Zaun. Völlig aufgebracht und verwirrt verabschiedete sie sich vom Hof, quer über den Golfplatz, über die Bundesstraße (!) und etwa einen Kilometer weiter bis zu einem Bauernhof. In völliger Aufregung wusste keiner so wirklich was zu tun ist. Marty versuchte das Beste, in dem sie verschiedenste Anweisungen erteilte. Zuerst mussten die restlichen freilaufenden Ponys von Reitplatz 1 eingefangen werden, denn die wollten natürlich alle mit. Pearl Harbor hätte es auch fast geschafft. Er umkreiste aufgeregt schnaubend den Eierbaum, konnte dann aber eingefangen werden, bevor es auf die Verfolgungsjagd hinter My Love ging. Doch mit solchen, wie „Holt Balthasar!“ konnte jedoch keiner etwas anfangen. Dann machte sich auch noch der Mercedes selbstständig, nachdem Marty ihn noch mit laufendem Motor verließ, „todesmutig“ kletterte ich von der Rückbank auf den Fahrersitz, nachdem Isi die Handbremse nicht finden konnte, um die Bremse zu betätigen. Es ging aber alles gut und wir konnten uns auf die Suche nach My Love machen. Auf dem Weg trafen wir ein paar merkwürdige Gestalten in ihrem metallicgrünen Rostgolf, die uns zu erst keinen Platz auf der Fahrbahn machen wollten. Ella, Isi, Merle, Marty und ich waren verwundert und zweifelten an ihrer Zurechnungsfähigkeit. Die Fahrerin dieser Schrottkarre schaute etwas „stoned“ daher und es zog eine alkoholisierte Wolke zu uns hinüber. Das war uns in dem Moment aber völlig egal, denn wir wollten einfach nur My Love wieder finden. Zum Glück ahnte und hoffte Marty, wo sie sein könnte. Wir hatten ein sagenhaftes Glück, denn wir fanden sie auf einem etwas abgelegenem Bauernhof, auf dem sie auf eine Koppel gelaufen war und genüsslich Gras zupfte. So konnten wir sie schnell wieder einfangen. Marty, Isi & Ella fuhren zurück, um den Hänger zu holen. Zurückführen wollten wir My Love alle nicht, nicht mal Merle unser Fels in der Brandung. Die Nerven lagen blank und ein zweites Mal die Bundesstrasse überqueren: nein danke. Als alle wieder heil zu hause angekommen waren, wurde My Love noch mit Mörchen & Äpfeln versorgt und ihre kleinen Schürfwunden, welche sie sich bei ihrer Exkursion zugezogen hatte, verarzt Kaum war My Love glücklich in ihrer Box, brach auch noch die Wippe zusammen. Aber manchmal ist eben der Wurm drin. Ein sehr aufregender und ereignisreicher Tag war das für uns alle! Diese Woche gab es wieder einmal einen wilden Ponytausch. Viktoria allen voran saß diese Woche auf 4 verschiedenen Ponys. Von Lilly auf Felix, weiter auf Hidalgo und am Schluss (zu Isi's Schmerz ) auf Klein - Lottchen. Manchmal dauert es eben ein wenig länger. Am Donnerstag gab es eine neue Runde des Putzwettbewerbes. Judith, Ella & Eva hatten große Augen gemacht, als sie sahen, wie viele Kinder mitmachen wollten und waren begeistert, dass der Putzwettbewerb doch immer noch ein Highlight der Woche ist! Die Kinder putzten, bis es zu dunkel auf der Putzplatte wurde und wir Betreuerinnen hatten sehr viel Spaß beim Bewerten, da auch in dieser Woche wieder so manches Pony sehr kreativ geschmückt wurde. Gewonnen haben dieses Mal bei den Kleinen Johanna mit Max, bei den Mittleren Anje mit Adlon und bei den Großen Helene mit Raudi. Herzlichen Glückwunsch! Da wir diese Woche erstaunlich viele Jungs ( Tobias, Timm, Peer, Jannik und Christian) zu Besuch hatten, war dies natürlich eine große Überraschung für die restlichen Mädels, denn eigentlich sind Jungs ja doch gar nicht so doof, wie man immer dachte. Doch nach etlichen Verkupplungsversuchen gaben wir Betreuerinnen es auf und ließen den Mädels & Jungs ihren Spaß, auch alleine die Woche gut zu überstehen! Natürlich durfte diese Woche auch nicht die Krönung zur Zimmerzitrone fehlen. Merle und Lisa machten sich also immer heimlich ohne Ankündigung auf den Weg, um die Zimmer zu kontrollieren. Nur der rote Cowboyhut und braune Lederhut konnten ein Zeichen sein?! Das unaufgeräumteste Zimmer diese Woche war, was haben wir anderes erwartet, wieder einmal unser Waikiki-Zimmer! Strafe war angedroht und stellt euch vor, die süßen Zuckerschneckchen hatten ganz vergessen, dass dieser Extradienst gleich nach dem Mittagessen erfolgen soll. Sollen wir das glauben?! Und das obwohl sogar 2 angehende Betreuerinnen mit in diesem Zimmer schliefen. Oh, habe ich Bauchweh!!! Ich hoffe ihr hattet viel Spaß beim Hof fegen! Freitag war gekommen und somit auch der bunte Abend. Alle Zimmer hatten dieses Mal etwas vorbereitet und wir Betreuerinnen mussten natürlich am meisten drunter leiden. Dennoch hatten wir alle sehr viel Spaß und um 24h fielen dann auch die Letzten hundemüde in ihr Bett. Der nächste Morgen bedeutete Abschied nehmen von den neu gewonnenen Freundinnen und von den Ponys. Es flossen wieder reichlich Tränchen. Nachdem die Koffer gepackt, die Zimmer sauber waren und Eva' s Autoschlüssel aus ihrem zugeschlossenem Auto von Ella' s Papa gerettet wurde, sagten wir alle Tschüss und versprachen uns, uns wieder zu treffen auf Mariental, nach dem Motto: „Hey das geht ab, wir feiern Tag und Nacht!“ Danke an alle, die da waren. Ihr ward wirklich eine tolle und witzige Truppe. Vor allem aber ein großes Dankeschön an alle anderen Betreuerinnen. Ich vermisse euch jetzt schon sehr und freue mich auf ein nächstes Wiedersehen! An alle Ferienkinder: Ich hoffe ihr werdet es nie wieder vergessen, dass man auch mit Stimme arbeiten kann (==>Steeeeeeeeh ), Eure Ella Danke für die tolle Woche, ich vermisse euch sehr, eure Judith Auch von mir ein riesengroßes Dankeschön an diese super lustigen Ferienkinder, welche wirklich beim Essen zu Höchstform aufliefen. Liegt es daran, dass wir das RV abgeschafft haben?! Aber allen voran geht mein Dank an diese mega tolle Truppe von super Betreuerinnen. Was seid ihr gut drauf gewesen!!!!! Es war einfach Spitzenmäßig mit euch, vielen, vielen Dank und hoffentlich bis bald, eure Marty Clausen
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