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07. 03. – 15. 03. 2008 1. Frühjahrswoche und Frühjahrswochenende Liebe Ferienkinder und liebe Betreuerinnen! Endlich war es wieder soweit und die Saison 2008 fing so richtig an. Ich hatte alles österlich auf dem Hof geschmückt, im Shettyglück wurde ein neuer Teppich verlegt und alle Zimmer wurden frisch gestrichen. Es stand also der Anreise nichts mehr im Wege und ich freute mich sehr auf die vielen Kinder, die kommen sollten. Am Freitagmorgen kam unser 1. Gast: ein neues Pony. Gameboy´s Lurchi, vier Jahre alt, Falbe mit 4 weißen Beinen. Er ist ganz entzückend und hat sich gleich mit Nomy angefreundet. Die sind ja auch die neuesten Ponys bei uns und somit bildete sie schnell eine Zweckgemeinschaft gegen den alten harten Kern. Beinah hätte ich vergessen zu berichten, dass wir Vincent verschenkt haben. Viele von euch hatten das Malheur am Sylvesterabend miterlebt, als er einfach zusammengebrochen ist. Der Tierarzt ging von einem Bandscheibenvorfall aus. Danach war er zwar wieder der Alte, aber ich traute mich nicht ihn weiter reiten zu lassen. Er hat es ganz toll bekommen. Er steht in Rabenkirchen als Beistellpony und hat sich gleich in die Haflingerstute verliebt. Immer wenn ich mit meinem Auto bei ihm vorbei fahre, spitzt er die Ohren und weiß, dass wir ganz nah sind. Vincent ist eines der ersten Ponys von Mariental und dementsprechend eng ist unsere Bindung zu ihm. Ich bin sehr glücklich, dass er so ein gutes „Altersheim“ gefunden hat. Im Herbst werden Eiswind und Domino ausscheiden. Also wer ein Beistellpony sucht und einen von den beiden haben möchte, kann gerne mit mir in Kontakt treten. Am Freitagabend kamen dann die ersten Wochenendkinder. Viele von ihnen kamen das erste Mal und entsprechend aufregend war alles. Zuerst wurden ihre Ponys laufen gelassen; denn die meisten hatten seit Weihnachten Ferien und dementsprechend lustig waren sie dann auch. Mamma Mia, Devil und Fandango rissen sich von ihren Kindern los und pflügten erst einmal meinen Rasen um. Aber nach 10 Minuten toben war die Luft raus und die Kraft am Ende. Es wälzten sich noch alle (die Betreuerinnen und Ferienkinder nicht) in der Reithalle und dann wurde im Anschluss fleißig geputzt. Aber das war noch nicht alles, nach den Ponys kamen die Sättel und Trensen an die Reihe. Als alles schön glänzte, wurde gegessen und dann war es schon so spät, dass die Betten riefen: „Schlafenszeit, Schlafenszeit!“ Viel Spaß machte uns diese Woche Touch off und Cindy. Die beiden sind ein großes Liebespaar und es ist kaum möglich sie von einander zu trennen. Svea hatte sich am Ende zwei Finger gequetscht, weil Touchi einfach sehr frech zu ihr war und sie viel zu lieb zu ihm. Man muss schon zeigen, wer die Herrin ist, sonst tanzen uns die lieben Pferdchen auf der Nase herum. Aber je mehr man sich ärgert, umso schneller fängt man an, sich durchzusetzen und sich nicht alles gefallen zu lassen. Samstagmorgen, strahlender Sonnenschein, ganz müde Kinder und flotte Ponys. Um 7:00 Uhr klingelte der Wecker und dann ging es los. Wir bildeten 2 Reitgruppen und das Vorreiten stand auf dem Programm. Alles verlief prima und alle Kinder waren mir ihren Ponys glücklich. Trefferquote bei der Ponyzuteilung = 100%. Das kommt auch nicht immer vor. Stellt euch vor, um 12:30 reisten schon die ersten Ferienkinder für die Woche an. Jane und Catharina hatten doch glatt vergessen (?), dass die Anreise erst ab 15:00 Uhr war. Aber sie versicherten mir, dass sie sich überhaupt nicht langweilen würden und sich schon beschäftigen könnten. Am Nachmittag ging das Reiten für die Wochenendkinder weiter und die restlichen Ferienkinder reisten an. Um 17:00 Uhr waren alle da und wir konnten bei leckerem Kirschkuchen unsere große Besprechung abhalten, um im Anschluss das Gleiche zu machen wie die Wochenendkinder am Tage vorher: Laufen lassen, putzen von Ponys und Lederzeug. Die Wochenendkinder bekamen aber einen Bonbon noch obendrauf; denn sie durften noch voltigieren auf Dolly. Dolly ist unser neues Voltigierpony, weil Pearl Harbor es mit seinen Gelenken nicht mehr kann. Da merkt man, wie anstrengend Voltigieren für die Ponybeine ist. Gino, Babsie und jetzt Pearli haben das nicht gut vertragen, obwohl die nur einmal in der Woche diese Arbeit verrichten. Am Samstagabend kam dann die erste Osterüberraschung. 3 kleine Osterhasen kamen in das Fohlennest. Was waren die süß! Der Sonntag kam und wir hatten ein fast volles Haus. So liebe ich es, wenn richtig was los ist und das bei bester Stimmung. Nur die grässliche Musik in den Ponystuben konnten meine alten Ohren nach der Winterpause gar nicht mehr so gut vertragen. Das Wetter war klasse und somit konnten alle an den Start gehen. Die Ponys waren alle ganz lieb, aber zur Sicherheit wurden sie vor dem Reiten noch einmal mit Sattel und Trense laufen gelassen. Keiner fiel runter und wir mussten nur ganz wenig Ponys tauschen, bis alle so richtig glücklich waren. Es wurden 6 Reitgruppen gebildet und ausgiebig geritten. Am Abend reisten die müden, aber glücklichen Wochenendkinder ab. Man konnte deutlich merken, dass ein ganzer Haufen fehlte. Am Abend veranstaltete Ronja (unsere Ballspiele – C- Prinzessin) wie sollte es anders sein BALLSPIELE! Es brachte allen viel Spaß und somit stand einer ruhigen Nacht nichts mehr im Wege. Da hatte ich aber die Rechnung ohne meine kleinen Mäuse gemacht. Das erste Reitverbot kam gleich, weil Catharina doch tatsächlich ihre Reitstiefel demonstrativ in die Mitte des Zimmers abgestellt hatte, auf den nagelneuen Teppich. Igittigitt! Dann folgte auf dem Fuße das 2. Reitverbot. Nele lag um 22:00 Uhr noch nicht im Bett, obwohl am Samstagabend schon die ersten Verwarnungen ausgesprochen wurden. Sie war noch voll bekleidet in ihrem Reitdress und von Zähneputzen keine Spur. Das Reitverbot traf tief und nach diesen beiden Aktionen, waren keine schmutzigen Schuhe mehr in den Zimmern und auch nicht mehr in den Häusern und alle lagen brav um 21:45 in ihren Betten. Geht doch! Der Montag kam mit strahlendem Sonnenschein, so dass auch schon die ersten das Gelände unsicher machen konnten. Es wurde geritten und geritten und das tolle Frühjahrswetter so richtig ausgenutzt. Am Abend hatten wir zwei kranke Kinder. Maylin und Bente hatten hohes Fieber, wollten aber nicht nach hause und taten alles, um schnell wieder gesund zu werden. Besserung war tatsächlich schnell in Sicht. Trotzdem reiste Bente nach 2 Tagen ab, aber ich bot ihr an, in der nächsten Woche wieder zukommen und den Rest nachzuholen. Maylin hielt durch, obwohl sie doch durchkränkelte. Am Abend wurde der Putzwettbewerb veranstaltet und den strengen Augen der Putzjury mit Anki und Miri entging nichts. Ich kann euch sagen, da war vielleicht was los. Die Ponys sahen sehr schnuddelig aus. Dickes Winterfell, dazu leidenschaftliches Wälzen und alles klebte fest. Es wurde geputzt und geputzt, bis am Ende die drei Sieger mit den strahlend sauberen Ponys feststanden. Bei den Kleinen gewann Cara Michel mit Mamma Mia, bei den Mittleren Anna Schütt mit Miss Beauty, bei den Großen Svea Elstermann mit Fleur und der Kreativpreis ging dieses Mal an Nele Reich mit Kleiner Onkel, auch unter insidern Klon genannt. Herzlichen Glückwunsch an die glücklichen Gewinnerinnen und ihre Ponys. Aber auch Sissy wurde einer Grundreinigung unterzogen. Sie bekam einen Frühlingsfellschnitt verpasst und verjüngte sich dadurch gleich um Jahre. Ja, ja kürzere Haare machen wirklich gleich viel jünger. Hatte Sandra daher ihre ganzen Haare zu Zöpfen geflochten, um jünger auszusehen?! Hatte sie doch gar nicht nötig mit der Pfirsichhaut und der verstopften Nase. Der Dienstag weckte uns mit furchtbarem Wetter. Nicht nur Regen, sondern Hagel, Blitz und Donner tobten über unseren Köpfen. Daher zückte ich meinen Schlechtwetterplan aus der Tasche und alle Kinder konnten in der Reithalle reiten. Natürlich nicht zusammen, sondern Gruppenweise hinter einander. Es lief viel besser als erwartet und jeder konnte warm und trocken sein Pony reiten und alle hatten, obwohl die Gruppen ganz schön groß waren viel Spaß und die Betreuerinnen eine Menge zu tun. Am Mittwochabend kam wie immer Carmen unsere Fitnessqueen und heizte die Hütte bei music und aerobic ordentlich ein. Jetzt hätte ich fast unseren jungen Sonnenschein vergessen, der immer in den Keller geht, um zu lachen. Aber das macht uns doch nichts, solange Nasenspray den Kopf freimacht ist doch alles o.k und im Keller bei uns kann es richtig schön sein. Auch Kaddy schwächelte am Mittwoch mit dem großen Loch in der Hand und dem juckenden Körper. Ich fand es sah nach Pferdeallergie aus. Aber Kaddy, macht nichts, wir nehmen Avallonia gerne wieder. Seit Tagen lag das Waikikizimmer immer schon tief schlafend in ihren Betten, wenn ich meine Gute Nacht Runde machte. Ich war mir ja sehr sicher, dass sie mich an der Nase herumführten. Aber sie machten das schon richtig klasse, aber ich habe sie doch überführt. Als sie dachten ich wäre aus ihrer Reichweite entfernt, ging natürlich das Kichern los, wobei ich am Ende am meisten lachen musste. Ihr könnt doch einer alten Ponyhofbetreiberin damit nichts vormachen!!! Der Donnerstag weckte uns mit dem gleichen Mistwetter wie schon am Vortag. Aber der Schlechtwetterplan hatte zusammen mit den super tollen Betreuerinnen alles fest im Griff. Alle konnten ausgiebig reiten, viele sogar noch vor und nach der Reithalle die schöne Luft und das Gelände genießen. Am Abend fand dann ein großes Kickerturnier statt, welches allen teilnehmenden viel Freude machte. Wir hatten am Ende auch ein Gewinnerteam mit Lilly und Swantje. Den 2. Platz belegten Lea und Benita. Herzlichen Glückwunsch ihr rasanten Spielerinnen! Der Freitag kam und es regnete Bindfäden am morgen, aber der Schlechtwetterplan…….und wer hätte es gedacht mit jeder Stunde wurde das Wetter besser. Am Mittag wurde dann die Zimmerzitrone verkündet. Zimmerfee Anki vom Nomytal hatte sehr strenge Augen und kürte das Herzchenzimmer zum schmutzigsten, müffelnden und unordentlichsten Zimmer. Die Namen sollten hier nun nicht in der Aktuellen Seite stehen, aber ich hoffte auf Besserung für zuhause. Aber die Strafe folgte natürlich sofort. Fegen war angesagt. Ganz anders sah es beim saubersten Zimmer aus. Da gewann das Sturmizimmer mit Lioba, Lilly, Antonia und Rabea. So lieben wir die Ferienkinder! Herzlichen Glückwunsch. Am Nachmittag reisten die ersten Wochenendkinder an und sie integrierten sich bestens in den „alten“ Haufen. Der Abend nahte unaufhörlich und der BUNTE ABEND stand vor der Tür. Viel Spaß, viel Freude und eine tolle Stimmung. Aber ihr wisst ja, wenn es am Schönsten ist, sollte man aufhören. Irgendwann lagen alle in ihren Betten. Am Samstagmorgen starteten die Wochenendkinder mit ihrem Reitprogramm und die Ferienkinder mussten alle packen und die Zimmer klar Schiff machen. Trotz des Wetters war es eine sehr schöne Woche. Liebe Ferienkinder, immer lieber werdende Ponys und natürlich ein super Betreuerteam. Angeführt von der Anki vom Nomytal - immer fleißig, immer froh, immer früh, Sandra - unser no smile Sonnenschein mit den „kurzen“ Haaren, Kaddy - mit der Ponyhaarallergie (ich mach die Box schon klar), Anna – Lena immer freundlich immer gut drauf, Miri immer überall dabei mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen, Sarah ruhig und sehr nett, aber Justine T. müssen wir noch mal klar machen, Yvonne - das erste Mal dabei und gleich alles hinbekommen und Ronja- immer auf 150 Volt unser Krachergirli. Euch 8 Mädels gilt mein ganz besonderer Dank, denn ihr habt das mal wieder spitzenmäßig hinbekommen! Vielen, vielen Dank!!! Ich wünsche allen noch schöne Frühjahrsferien, eure Marty Clausen
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